TIZIANO FERRO – “ALLA MIA ETÀ”

Zwei Jahre nach seinem letzten Erfolgsalbum “Nessuno è solo“, das nonstop über 100 Wochen die italienischen Albumcharts aufmischte und weltweit mehr als 1,5 Millionen Exemplare verkaufte, meldet sich Tiziano Ferro mit seinem neuen Album „Alla mia età“ zurück. Und schon jetzt kündigt sich eine weitere Superlative an, denn der neue Longplayer wird in vier verschiedenen Versionen (Italienisch, Spanisch, International und für Lateinamerika) in nicht weniger als 42 Ländern veröffentlicht.

„Alla mia età“ ist das vierte Album in der noch jungen Karriere von Tiziano Ferro, die der damals 21Jährige im Jahr 2001 mit der Single „Perdono“ und seinem Albendebüt „Rosso Relativo“ begann. Zusammen mit seinen nächsten beiden Platten, „111“ und „Nessuno è solo“, die 2003 respektive 2006 veröffentlicht wurden, erreichte Tiziano Ferro Singles- und Albenverkäufe von mehr als fünf Millionen Einheiten weltweit. Sein bescheidener Traum, von der eigenen Musik leben zu können, hat sich damit mehr als erfüllt und sein künstlerischer Weg zeigt auch nach sieben Jahren kontinuierlicher Entwicklung steil nach oben.

Dennoch hat ihn der Erfolg nicht verändert, obwohl seine Songs rund um den Globus gespielt werden. Seine immense Popularität in Spanien und Latein- und Südamerika stellte sich möglicherweise unerwartet ein – unerhofft war sie indes nicht. Schließlich lernte Tiziano Ferro durch seinen weltweiten Erfolg andere Lebensrealitäten kennen, die seinen emotionalen und geistigen Horizont erweiterten und seinem Weltblick wahren Tiefgang ermöglichten.

Dank seinen Songs war es ihm möglich mehrfach um den Globus zu reisen und dabei unterschiedliche Blickwinkel kennen zu lernen. Zunächst verliebte er sich dabei in Mexiko, wo er ein paar Jahre lebte und nebenbei sogar noch einen Abschluss in Simultanübersetzung aus dem Spanischen machte. Danach ließ sich der Kosmopolit in Spanien nieder bevor er 2005 London, die kosmopolitischste und multikulturellste Stadt schlechthin, zu seiner Wahlheimat erklärte, wo er noch heute lebt. Soviel neugierige Weltenbummelei lässt keinen Zweifel am Erfolgsgeheimnis Tiziano Ferros – seine Songschreiberhandschrift zeugt von internationalem Format und Geschmack. Zwar erleben seine Lieder ihre Geburt nach wie vor in Ferros Muttersprache Italienisch, aber sie klingen nicht weniger frisch und aufsehen erregend wenn sie ins Englische, Französische oder Spanische übersetzt worden sind.

Man kann von Ferro also getrost als Pionier einer neuen Generation italienischer Songwriter sprechen. Er begann seine Karriere in Latina bei Rom und ist jetzt ein Londoner, der seiner eigentlichen Heimat trotzdem nie den Rücken gekehrt hat weil er dort immer noch Familie und Freunde hat. Für einen jungen Mann seines Alters hat Ferro beneidenswert viel gelernt, gelebt und verstanden, was den Titel seines Albums umso verständlicher macht: „Alla mia èta“, „In meinem Alter“.

In den zwölf neuen Songs fast Tiziano Ferro in autobiografischer Manier alles zusammen, was sein Herz in den letzten zwei Jahren berührt hat und er unterstreicht damit einmal mehr seine Ausnahmestellung als sensibler, talentierter Songschreiber, der darüber hinaus noch mit einer außergewöhnlichen Stimme gesegnet ist.

“spesso il mondo sbaglia – Die Welt irrt sich oft”

“in caso di pericolo si salva solo chi sa volare bene – Nur wer fliegen kann ist imstande sich selbst zu schützen wenn Gefahr droht”

“chi non vive lascia il segno del più grande errore – Wer nicht lebt hinterlässt sich selbst den größten Fehler“

“messo a dura prova anche un pragmatico convinto
fissa il mondo e perde molto tempo come me – Bei genauer Betrachtung verschwendet selbst der größte Pragmatiker Zeit mit der Beobachtung der Welt, so wie ich“

“grazie a chi sa sempre perdonare sulla porta alla mia età – Danke all denen, die in meinem Alter zu vergeben wissen“

Die Zitate, poetische Bilder aus Ferros neuen Songs, zeugen von Reife durch erlebtes Leid und begangene Fehler und die Selbsterkenntnisse eines Mannes im jungen Alter von 28.

Von der Öffentlichkeit, Kritikern und Kollegen gleichermaßen verehrt, schätzt man Tiziano Ferro auch für seine bisherigen Kollaborationen mit Laura Pausini, Mina, Fiorella Mannoia, Luca Carboni, Biagio Antonacci, Linea77 und der 29 jährigen Italopop-Röhre Giusy Ferreri, für die Tiziano Ferro erstmals in seiner neuen, aufregenden Rolle als Produzent arbeitete.
Außergewöhnlich sind einmal mehr auch die Kollaborationen auf seinem neuen Album. Die beiden italienischen Songwriter Ivano Fossati und Franco Battiato benennt Ferro für die Songs „Indietro“ respektive „Il tempo stesso“ als Koautoren. Die Freundschaft mit Ivano Fossati pflegt Tiziano Ferro bereits seit einigen Jahren, nach dem man sich in einem TV-Studio kennen gelernt hatte und seitdem in telefonischem Kontakt geblieben war. Es war während eines dieser Gespräche, dass Tiziano seinen Freund fragte ob er einen Blick auf den Text eines Songs werfen wolle, den er gerade schrieb. Damit war „Indietro“ mit seiner Textzeile “l’amore va veloce e tu stai indietro - love runs fast and you are left behind” geboren, das in der internationalen Version des neuen Albums als Duett mit Kelly Rowland vorliegt.
Das Zusammentreffen mit der ehemaligen Destiny’s Child-Sängerin war eine Zufallsbegegnung in einem Londoner Aufnahmestudio – ein schicksalhaftes Kennen lernen im positiven Sinn, das in einer One Take Live-Aufnahme im Studio resultierte.

Wenn der Name der italienischen Musiklegende Franco Battiato fällt, gesteht Tiziani gerne sein ewiges Fansein ein. „Ich höre seine Musik seit meinem dritten Lebensjahr“, sagt Ferro, der mit der Anfrage, ob Battiato ihm einen Song schreiben wolle, seinem Instinkt folgte. Die Freude war entsprechend groß als Battiato mit einem eindeutigen Ja antwortete. Unglücklicherweise war Battiato gerade selbst mit Studioaufnahmen beschäftigt, was das Schreiben eines Textes unmöglich machte, aber Tiziano fand auch dafür eine Lösung. Er schickte Battiato ein paar Textvorschläge und als er das Tape mit dem fertigen Song zurückgesandt bekam, hatte Battiato überraschenderweise gleich den ersten Vers eingesungen was den Song komplett verändert hatte. Glück im Unglück nennt man solche Zufallsgriffe wie die Battiato-Ferro-Zusammenarbeit in „Il tempo stesso“ wohl. Eine weitere Anekdote um diesen Song herum ereignete sich als ein paar Tage nach den finalen Aufnahmen ein Text von Battiatos langjährigem Partner Manlio Sgalambro eintraf, den Tiziano seither für zukünftige Projekte hütet.

Michele Canova Iorfida, mit dem Tiziani Ferro bereits seit seinem Debütalbum zusammenarbeitet, produzierte und arrangierte “Alla mia èta“, das abwechselnd in den Mailänder Kaneepa Studios und den Londoner Abbey Road Studios eingespielt worden war. Gemischt wurde das Album gemeinsam vom berühmten italienischen Studiocrack Pino “Pinaxa” Pischetola und Michele Canova, während Antonio Baglio für das Mastering verantwortlich zeichnet. Ganz besonders stolz aber ist Tiziani Ferro auf das Aufnahmedebüt seines 17 järhigen Bruders Flavio Ferro, der für den Song ”Assurdo pensare” die Schlagzeug-Parts einspielte. „Ich versprach es ihm für den Fall, dass er in der Schule weiterkommen sollte. Als ich hörte wie gut er inzwischen Schlagzeug spielt, musste ich ihn einfach zu meinem Drummer machen. Und weitergekommen ist er in der Schule obendrein.“

Familiär, weltoffen, introvertiert, extrovertiert, aufgeschlossen, reflektiert – „Alla mia èta“ – Tiziano Ferros neues Album besitzt viele Seiten. Vor allem aber ist es das bislang persönlichste musikalische Statement des italienischen Superstars.


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